Tolle Anregung für virale NPO-Spots

Dieses Video entstand in einer New Yorker Werbeagentur nach Feierabend – auch eine schöne After-Work-Beschäftigung. Steve Bridger regte schon im Juli 2007 auf seinem Blog NFP2 m.E. zurecht an, sich als NPO daran ein Beispiel zu nehmen – und durch solche oder ähnliche Clips den Kontakt zum Spender / den Mitgliedern zu suchen und das Engagement der Mitarbeiter zu verdeutlichen.
Ich stimme ausdrücklich zu und meine: Das Thema ist aktuell wie nie. Wer sich selbst nicht zu ernst nimmt (gerade bei kleinen NGOs mit Wurzeln in sozialen Bewegungen) macht so ein „Wir-Gefühl“ auf Augenhöhe möglich…. und: Auch bei Spendenwerbung geht es längst nicht nur um den Spendenzweck, sondern auch um die Glaubwürdigkeit der werbenden Personen und Mitarbeiter, wie der Unicef-Skandal nur allzu deutlich gemacht hat.

Social Media Tools wie dieses Video jedenfalls bieten Gelegenheit, den Eindruck verkrusteter Strukturen von hierarchisch organisieten NPOs zu durchbrechen – wenn auch zunächst einmal nur in der Außenkommunikation. Wie und ob sich das auch in der organisationalen Realität zeigt, ist eine andere, mindestens genauso wichtige Frage. Weiterhin bieten sie eine interessante Alternative zu der Werbung mit Prominenten im Fundraising, die meiner Meinung nach oft die Distanz zur eigentlichen Organisation eher noch erhöht. Ein Prominenter steht zwar Pate für eine Idee – die Organisation und ihre Mitarbeiter dahinter bleiben aber oft im Dunkeln.

Dabei ist jedem Spender klar: Letztlich werden weder Angelina Jolie noch Ulli Wickert die Brunnen in Afrika konzeptionieren oder bauen, sondern Mitarbeiter der Organisation. Warum also sollte eben diese Tatsache nicht auch vertrauens- und spendenfördernd im Fundraising eingesetzt werden? Und nicht zuletzt: Neben der geteilten Begeisterung für die Sache könnten selbstverständlich auch die Schwierigkeiten im Alltagsgeschäft authentisch transportiert werden.

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3 Kommentare

Eingeordnet unter Fundraising, Social Web

3 Antworten zu “Tolle Anregung für virale NPO-Spots

  1. Hey hey! Das ist doch mal eine nette Idee. Auf die Art könnte man wunderbar zeigen, wie in NPOs gearbeitet werden muss und entsprechend Fudraisen… Lame Rechner, enge Büros und zu viel Kaffee gibt es wahrscheinlich überall

    Grüße foulder

  2. Hey Foulder,
    vielen Dank für den Kommentar – durch den ich gleich noch deinen Blog entdeckt habe 🙂 Schön.
    Ja, ich denke auch…es könnte vor allem zu mehr Transparenz beitragen, wenn man auch erklären und nachvollziehbar zeigen kann, warum bestimmte Verwaltungskosten etc. notwendig und Investments in neue Technik (nicht nur das Spendenziel direkt) auch sinnvoll sein können… so lange man es den Stakeholdern gegenüber plausibel kommunzieren kann, ist vieles durchaus gar nicht so schlimm, wie es sonst scheint, wenn alles hinter Milchglas besprochen wird und man als Spender nur den Jahresbericht oder die Hochglanzbroschüren zur Auswahl hat…
    Grüße
    Ole

  3. Pingback: Es muss ja nicht immer Mundpropaganda sein « Ideenbörse für das Kulturmarketing

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