Durchwachsene Schönheit: Alltagsanalysen.

Es ist Freitag, der 13te. Als ich aufwache, denke ich noch an den Vorabend zurück, an aufgeregte Diskussionen im taz Salon, Schanze, Haus 73. Es ging um die Finanzkrise, wie es fast überall dieser Tage um die Finanzkrise geht.

Der Verlauf der Diskussion war dem Moderator aus den Händen geglitten und die zu Beginn inhaltlich brauchbare Podiums-Runde vermehrt zu einem Kummerkasten für frustrierte Zuschauer geworden, die ihrem Frust über die nunmehr nicht vorhandenen 25% Durchschnittsrendite mit pauschalen Beschimpfungen Luft machen wollten.

Mich beschäftigte an diesem Freitag morgen jedoch eine andere, wenngleich artverwandte Frage: Balance.

Die Balance zwischen Änderung und Treue, zwischen Fortschritt und Rückblick, zwischen alles in Frage stellender, aufbrechender Innovation und der Dankbarkeit für Gewesenes, dem Respekt vor Vergangenheit. (Sollte Google wirklich schlauer sein, als mein Opa, der noch selbst Opfer des dritten Reiches gewesen ist?)

Wie können wir unsere Welt aktiv gestalten, wie falsche Herangehensweisen und Dogmen ablösen, wenn wir nicht begreifen wollen, dass beim Hobeln Späne fallen? Wie dafür sorgen, dass keiner zu Schaden kommt, auch jene nicht, deren Jobs in der Atomlobby oder der Tabakindustrie liegen, sei es aus Habgier, Überzeugung oder einfach nur, weil jeder von uns seine Brötchen irgendwo verdienen muss?

Etwas weniger krasses Beispiel: Was passierte mit den VW-Angestellten, die derzeit noch am Band Verbrennungsmotoren herstellen, wenn wir von heute von morgen alles auf Elektromotoren umstellten? Wer soll für diese Schritte die Verantwortung tragen, wer entscheidet, was moralisch richtig ist – und was ist das überhaupt, Moral? Albert Einstein formuliert das so:

„We can’t solve problems by using the same kind of thinking we used when we created them.“ Simpel, aber überzeugend, oder?

Mein Gedankengang wird jäh unterbrochen, als ich erstens die dringende Notwendigkeit verspüre, mich unter die heiße Dusche zu begeben und zweitens an meinen Termin mit Uwe und einer freien Journalistin denke, den ich für 11 Uhr an diesem Vormittag zugesagt habe.

Wenig später befinde ich mich dann auch schon an unserem Treffpunkt. Die Journalistin (deren Namen ich hier zunächst nicht nenne), erscheint wenige Minuten nach mir, fehlen tut nur einer: Uwe.

Wir entscheiden uns kurzerhand, die Wartezeit zu einem ersten Kennenlernen und Vorgespräch zu nutzen und setzen uns zu einem Café (und keinem Fischbrötchen um diese Zeit) ins Restaurant Wischer gleich schräg gegenüber.

Doch auch nach ergiebiger Diskussion des Für und Wieder des Online-Fundraising im Allgemeinen und der Aktion Uwe im Speziellen ist besagter Protagonist leider nicht zu finden…. wir versuchen es, leicht verzweifelt und doch noch hoffnungsfroh, noch zwei weitere Male an Uwe’s anderen „Sammelplätzen“ – leider ohne jeden Erfolg.

Meine Sorge zu diesem Zeitpunkt hält sich in Grenzen, denn ich kenne das schon von Uwe. Manchmal kann er einfach nicht kommen. Auch meine Gesprächspartnerin bleibt ruhig, angesichts des miesen Wetters ist sie gar nicht überrascht, dass er einfach nicht draußen stehen und betteln will, trotz unserer Verabredung. Nur wenige Stunden später soll sich meine Meinung ändern.

Ich gehe also nach Hause – und dort zunächst meinen anderen Alltagsgeschäften nach. Unter anderem beginne ich einen Blogbeitrag, den ich so dann letztlich doch nicht veröffentliche. Gedankenüberschuss verarbeiten. Das brauch ich manchmal.

Gegen halb sechs treffe ich dann meinen Freund Dennis, der für sein Engagement in Brasilien ebenfalls die Möglichkeiten des Fundraisings im Internet kennenlernen möchte und mich deshalb um ein Gespräch gebeten hat. Ich freue mich, dass diese Ideen nun die Runde machen und bin guten Mutes, ihm ein wenig helfen zu können.

Doch meine gute Laune verfliegt, als ich versehentlich eine sehr „männliche“ SMS mit einem blöden Spruch an eine gute Freundin sende, die diese nur falsch verstehen kann. Zunächst denke ich mir nichts dabei, doch nur wenig später wird mir bewusst, wie verletzend diese 160 Zeichen in den falschen Händen ankommen können.

Ich merke, wie wenig Kontrolle man manchmal hat, wie gering der Einfluss auf den Verlauf eines Tages, auf den Verlauf einer Woche, ja, letztlich auf den Verlauf des eigenen Lebens sein kann. Ich treibe dahin im Sog des Geschehens, im Überfluss der Ereignisse – und schiele durch das Kaleidoskop des Lebens. Manches Mal fürchte ich, dass ich dabei farbenblind werden könnte, wenn es so weitergeht.

Und es geht so weiter. Kurz vor einer weiteren Verabredung mit einer guten Freundin, mit der mich eine Art Seelenverwandtschaft verbindet, plane ich einen weiteren Anlauf, um Uwe zu finden, an seiner dritten Sammelstelle, am Dammtor Bahnhof.

Doch zuvor mache ich mit Dennis eine Valentins-Einkaufstour und versuche mich als Geschmacksberater für das passende Geschenk. Mir fällt auf, dass ich noch immer nach denselben Farben Ausschau halte, wie ich dies über viele Jahre getan habe – und kaufe tatsächlich eine kleine Halskette, deren schlichten Schönheit ich nicht widerstehen kann.

Empfänger: Unbekannt. Zu Dennis sage ich, dass ich sie aufhebe, bis mir jemand über den Weg läuft, bei dem ich den Eindruck habe, dass diese Kette ihr gehören sollte. Ganz gleich wann, ganz gleich, wer. Ganz gleich, welchen Geschlechts.

Party mit dem LOMUS

Party mit Moritz und den LOMUS

Dazu kommt es heute nicht mehr. Und auch zum Treffen mit Uwe kommt es leider nicht. Ich warte am Dammtor bis 21:05 Uhr und breche dann langsam auf Richtung St. Pauli, wo meine nächste Verabredung auf mich wartet. Der Abend wir noch lustig, tiefgründig, aber auch albern. Auf einer Geburtstagsfeier tanzen wir mit Masken, Perücken und guter Musik, die das Geburtstagskind selbst auflegt. Wir vergessen die Masken und Rollen, derer wir uns im Alltag bedienen, um uns unverletzlich zu machen und bedienen uns solcher, die uns alle gleichermaßen derart entstellen, dass wir das Innen nach Außen kehren und unsere Egos sich wie Wassertropfen in der Binnenalster in einem tanzenden Seelensumpf vermischen.

Die Verbundenheit eines jeden mit jedem spüre ich, wenn auch nur für eine Sekunde, in eben jenem Moment. Und doch droht dieses Netz aus menschlicher Fehlbarkeit an einer Nadel zu zerreißen, der Ballon mit Luft, die wir alle atmen, zu zerplatzen.

Heute ist es Uwe, der mich nicht schlafen lässt, unter anderem. Ich mache mir Sorgen um ihn. Aber auch Sorgen ganz allgemeiner Natur, Sorgen um unsere Natur, unsere Motive, meine Motive.

Was, wenn alles endet. Was, wenn Uwe morgen wieder an der Nadel hängt und ich nichts dagegen tun kann? Was, wenn ich mich selbst übernehme und mein kleines Stückchen Leben darunter zerbricht, dass ich mich verbunden fühlen möchte mit all jenen, deren Leben bereits zerbrochen ist?

Ich habe keine Antwort auf diese Fragen und ertränke sie. In einer bittersüßen Bitter-Lemon. Ohne Alk. Ganz wie im Nachtcafé. Ich genieße den Abend und grenze mich ab, verdränge den Gedanken an das Dunkle, was wir Schatten nennen.

Die Nacht verlängere ich dann bis 4 Uhr morgens, mit Skype, mit einer Freundin, die derzeit in Washington weilt. Wieder stelle ich fest: Egal wo, egal wann, egal wie und mit welchem Job. Lebensumbruch lässt sich nicht einrahmen und sortieren, Wandel ist hier, Wandel ist immer. Geh mit oder geh weg, zieh mit oder zieh aus, schreite fort oder fall zurück. All das bestimmt unsere täglichen Bemühungen, unseren Fortschritt, der manches mal zum Weglauf wird, zum Weglauf vor uns selbst.

Zum Einschlafen höre ich ein letztes Mal den Podcast vom Deutschland Funk. Der Natur ist es egal, höre ich.

Der Natur ist es egal, wie wir sie behandeln. Wenn wir meinen, sie zerstören zu müssen, erfindet sich die Natur von vorn. Vielleicht gibt es eine weitere Eiszeit, einen neuen Urknall, eine Überschwämmung, aus der Lebewesen hervorgehen, die unter diesem Umständen überlebensfähig sind. Oder auch einen weiteren Planeten ohne Leben an Bord.

Letztlich interessiert es nur uns – oder sollte es uns interessieren – unsere Lebensgrundlage als Menschen zu erhalten und nicht zuletzt auch zu respektieren.

Dass wir meinen, für Laptops und Handys der Erde Coltan und Silizium entnehmen zu müssen, ist eine zivilisatorische Entscheidung, basierend auf unseren sozial konstruierten Bedürfnisstrukturen. Klar, wenn meine Nachbarn ein Auto fahren, will ich das auch. Und wenn mir meine Geschäftspartner eine eMail aufs Handy schicken, dann brauche ich ein iPhone oder einen Blackberry. Und wenn ich für meine Hochzeit einen Diamanten am Ring haben will, denke ich eben nicht an Kindersoldaten, die für eben jene Diamanten ihr Leben gelassen haben.

Dass der Deutschlandfunk da in vielem Recht hat, brauche ich wohl nicht weiter erläutern. Dass ich aber gerade an meinem eigenen Blog sitze und im Web 2.0 meine, die Welt verändnern zu können, zeigt meine eigene Abhängigkeit von jenen Medien, die wir als effektiv und richtig erachten, meine Angewiesenheit auf Technologie, Strom aus der Steckdose und Leser an anderen Bildschirmen.

Den Stein der Weisen habe ich nicht, aber ein paar Ideen – und vielleicht hat jeder von uns einen Teil davon. Wie am Strand: Der Sand ist auch mal aus Steinen entstanden. Vielleicht hat jeder von uns ein Sandkorn vom Stein der Weisen? Vielleicht müssten wir uns nur austauschen, um miteinander und voneinander all das zu lernen, was wir im Moment nicht wissen? (wie bei Wikipedi?) Um all jene Lücken zu füllen, deren Vorhandensein dazu führt, dass wir uns gegenseitig ausnutzen, zerstören und unsere eigene Lebensgrundlage entziehen?

Jetzt ist es bereits Samstag morgen. Und wie Ihr Euch denken könnt, habe ich wieder unruhig geschlafen. Diese Gedanken lassen mich nicht in Ruhe. Sie treiben mich um, wie man so schön sagt. Ich brenne nicht nur dafür, ich brenne. Und einen Feuerlöscher will ich nicht.

Jérôme

Jérôme von Ana yi Africa

Erster Termin heute: Winsen (Luhe). Es geht um das Projekt Ana yi Africa (Brücken nach Afrika). Heike aus Winsen und Jérôme aus Lomé (Togo) in West-Afrika haben sich ebenfalls via Internet kennengelernt. Heute betreiben sie aus eigener Kraft sehr erfolgreich eine kleine NGO mit vielen verschiedenen Standbeinen.

Weisenkinder erhalten Licht, um nicht im Dunkeln lernen zu müssen, sowie die Schulgebühren, um überhaupt einen Anlass zum Lernen zu haben. Es gab bereits eine Videokonferenz via Internet mit einer deutschen Partnerschule. Und via Africa-Promo, einem Online-Shop mit fair gehandelten Import-Produkten aus Togo, kann man sich unter anderem auch einen Baum kaufen, der dann in Togo gepflanzt wird. Als nächstes steht die Idee an, Mikrokredite in Togo bekannter zu machen und den Menschen dort so Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.

Auch hier kann wieder mit Web 2.0 und Fundraising im Netz geholfen werden. Wir trinken Kaffee, plaudern und hören togolesische Musik, die verbindend und befriedend wirkt. Noch nie gab es Bürgerkrieg in Togo, trotz schlimmer Verhältnisse und Diktatur. Jérôme selbst vermag nicht zu erklären, woran das liegen könnte. Ich halte inne und frage mich: Warum muss da auch Bürgerkrieg sein, nur weil es in Afrika liegt? Blöde Frage von mir. Da muss ich lachen.

Auch Heike betont, dass man nach 2 Monaten des miteinander Lebens (Jérôme ist seit rund 2 Monaten in Deutschland und fliegt bald zurück nach Togo) doch täglich die kulturellen Unterschiede merkt, die verschiedene Einstellung zu Themen wie Zeitmanagement und Arbeit.

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Werbung im Hauptbahnhof zeigt Graben zwischen uns und dem Rest der Welt

Dieser Kontrast sitzt tief und schreit mir auch am Hamburger Hauptbahnhof von Werbeplakaten entgegen. Dort sehe ich Werbung für „leckere“ Schokolade neben Werbung um Spenden, damit davon lebenswichtiges Wasser zugänglich gemacht werden kann. Ein Luxusgut für uns, ein paar Tropfen Wasser für die Afrikaner. So ist das. Absurd, oder nicht?

Nach meiner Rückkehr nach Hamburg sehe ich dann schließlich auch Uwe. Uwe war am Freitag ausgerutscht vor den Bücherhallen und hatte sich seinen Meniskus leicht angerissen. Alles halb so wild, meint er. Nur zum Termin hatte er es dann nicht geschafft. Und am Dammtor haben wir uns knapp verpasst.

Wir vereinbaren also in rund einer Stunde einen gemeinsamen Termin mit der besagten Journalistin. Alles läuft, es funktioniert tatsächlich und: Uwe haut wieder mal Sprüche raus, die mich in Staunen versetzen. Bei den Bücherhallen hatte er sich bereits schlau gemacht über Vereinsgründungen, seine rechtlichen Ansprüche auf Wohnung usw. usf.

Er erzählt wie ein Wasserfall von seinen Erlebnissen – und: Er hat sich ein Handy gekauft, vom Tchibo-Gutschein, den ich ihm zwei Tage vorher zugesteckt hatte und der ihm gespendet worden war. Sich selbst sieht er augenzwinkernd schon als „Jungunternehmer“.

Nun ist er also erreichbar für mich – und die erste SMS habe ich auch schon erhalten. Als er dann sein Handy in der Tasche verstaut, leuchtet noch etwas hervor: Ein kleine Taschenkalender. Uwe notiert sich eifrig weitere Termine mit der Journalistin und mir und macht sich auch Notizen über seine Pläne. Ich bin immer wieder verblüfft. Noch vor wenigen Tagen hatte er mir gesagt, dass es ihm schwer fiele, sich so an ein geregeltes Leben zu gewöhnen. Nur allzu gut nachvollziehbar nach rund 20 Jahren auf der Straße. Jetzt organisiert er sich – bzw. macht erste Schritte in diese Richtung.

Uwe muss dann gegen 18 Uhr noch einmal den Arzt aufsuchen, um sein Bein ein weiteres Mal untersuchen zu lassen. Wir brechen also zu einem letzten Abschlussgespräch auf. Danach bin ich erstmal fertig. Fertig für heute und fertig mit der Welt. Ich kann nicht mehr, schleppe mich nach Hause. Seit einer Woche verschleppe ich meine Erkältung und jetzt kommt sie durch. Stopp, ruft mein Körper, stopp.

Ich falle in die Badewanne, schließe sämtliche Internetverbindungen und Handy-Kontakte zur Außenwelt, schalte die Steckdosenleiste aus. Und schlafe. Fast. Ich erfahre, dass ein guter Freund an Hodenkrebs erkrankt und ins Krankenhaus eingeliefert worden ist. In meinem Alter. Ich stutze, schlucke, bin fassungslos. Und doch gefasst. Ich riegel mich noch einmal ab, seelisch.

Dann breche ich ein letztes Mal auf, gehe etwas essen in der Langen Reihe, gönne mir was. Und lerne drei Menschen kennen, wie sie verrückter nicht sein könnten. Wir tauschen Anekdoten, Lebensanschauungen und Handynummern. Zuletzt geh ich wirklich schlafen. Irgendwann wollen diese Eindrücke auch verarbeitet werden, denke ich.

Bis heute, als Uwe mir eine SMS schreibt und mich sehen will. Er wolle mir etwas erzählen, dass ihm auf der Seele liege. Wir treffen uns ganz spontan. Und Uwe redet. Er erzählt mir noch mehr von seiner Vergangenheit, Dinge, die ich Euch Stück für Stück nahe bringen möchte und werde. Dinge, die ich hier so gar nicht wiedergeben kann und die Uwe Euch selbst Stück für Stück erzählen wird. Und, dass er sich Gedanken gemacht habe, Gedanken über den Fortgang dieses Projektes, seiner Aktion und seines Traumes.

Uwe ist bereit, selbst auch nur der Initiator zu sein. Er spürt, dass er es ganz allein nicht wird schaffen können und, dass auch ich ihm nur begrenzt helfen kann, wenn es hart auf hart kommt. Er wünscht sich einen Träger, einen Partner. Sei es Hinz und Kunzt oder eine andere Einrichtung, ein Verein, eine Stiftung oder anderes, jemand, der ihm etwas unter die Arme greifen kann. Und er schaut sich langsam, aber sicher nach einem 1-Euro-Job für die Zwischenzeit um, einer Möglichkeit, selbst seinen Willen zu demonstrieren.

Wir sind inzwischen, so würde ich behaupten, gute Freunde. Uwe meldet sich, wenn er etwas sagen möchte. Er protestiert, wenn er das Gefühl hat, dass ich etwas über seinen Kopf hinweg entscheiden könnte. Und er fragt auch nach, wenn er merkt, dass es mir nicht so gut geht.

Auf dem Heimweg bleiben meine Augen an der Werbeanzeige des Hamburger Schauspielhauses hängen.

Dort steht: „Hunger nach Sinn“ und „kritische Masse“. Beide Stücke beginnen bald. Wie passend.

Ich habe Hunger nach Sinn. Uwe hat Hunger nach Sinn. Wir haben Hunger nach Sinn. Und ich bin sicher, wir sind nur 2 von Millionen, zwei Menschen von Milliarden, die Hunger nach Sinn haben. Die Frage, die bleibt: Wie erreichen wir die kritische Masse?

Dieser Frage widme ich diesen Blog – und ein Stück weit auch mein Leben. Denn am Ende möchte ich nicht fragen müssen (ebenfalls Stück im Schauspielhaus): „Murat, was ist aus unserer Revolution geworden?“.

Das wars, für heute. Für’s erste. Und morgen geht’s weiter. Mit Eurer Unterstützung.

Euer Ole alias SocialBlogger

6 Kommentare

Eingeordnet unter Aktion Uwe, Fundraising, Obdachlosigkeit, Spaß & Diverses

6 Antworten zu “Durchwachsene Schönheit: Alltagsanalysen.

  1. Uff…harter Lesestoff.
    Ich wollte Dir auch nur kurz ein paar Zeilen da lassen, damit Du merkst, dass das hier auch wirklich gelsen wird.

    Viel dazu sagen kann ich im Moment gar nicht…

  2. Siemtje

    Hunger nach Sinn ! Ich liebe diesen Gedanken Ole!! Es ist dieser Hunger der uns antreibt, unsere Neugier anfacht, unseren Mut und Passion, uns vor Kreativitaet spruehen laesst. Es ist dieser Hunger, der das Mittelmaessige nicht gut genug sein laesst, der uns dazu treibt, immer weiter zu suchen, nach „Deckeln“, Projekten, Ideen, letzendlich nach Sinn, wie Du es beschreibst…Lass uns auf die Suche gehen, nach „Essbarem“ nach „Durstloeschenden“, doch nicht sofort, lass uns noch eine Weile dieses Feuer spueren, dieses Ziehen, diese tiefe Sehnsucht nach Leben..auf dass wir niemals traege, gesaettigt sein werden, darauf hoffe ich!!
    In Liebe
    *S

  3. Danke, Siemtje, danke, Bastian. Ich freue mich, dass das hier tatsächlich jemand bis zu Ende durchliest… und, dass ich mit Gedanken dieser Art nicht alleine bin.
    Ich bin mir sicher, liebe Siemtje, dass wir nie gesättigt sein werden… dafür gibt es auf dieser Welt zu viel zu tun…zu viele Dinge, die zwar kurzfristig satt zu machen scheinen, aber nicht nährhaft sind, zu vieles, bei dem so langsam die Wirkung des Geschmacksverstärkers nachlässt und der ware Wesenskern zum Vorschein kommt…🙂
    Ole

  4. Sonneja

    Ich lasse mal ein Lächeln da! Das hilft immer : )

  5. Ano Nym

    Du denkst zu kompliziert😉

  6. Es ist einfach zu sagen, dass jemand zu kompliziert denkt. Das hilft niemandem.

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