Erster Post aus Oxford…

Liebe Leser,

nach einigen Tagen zum Warmwerden (was im verregneten England schonmal dauern kann) kommt er nun endlich und gerade noch rechtzeitig: Der erste Blogpost aus Oxford.

Nach einem guten Start in London und einer Nacht auf hartem Studentenwohnheim-Boden mit Yogamatte bin ich seit Montag nun in Oxford und besuche hier täglich das Büro von Oxfam GB – dem „Zentrum der Ideen“ vieler Initiativen, die weltweit unter der Flagge von Oxfam so laufen bzw. dem Ursprung dieser internationalen NGO.

Inzwischen konnte ich bereits drei offizielle Interviews für meine Magisterarbeit zum Thema „Soziales im sozialen Web – Einfluss des Social Web auf humanitäre NGOs“ führen – und täglich lerne ich etwa fünf neue kreative „Weltretter“ kennen: Jeder mit anderem biografischem Hintergrund und dennoch alle erstaunlich verbunden miteinander, was ihre Ideale angeht.

Ein bißchen erinnert mich das Feeling hier im Büro an das, was riesige amerikanische Konzerne immer mit Mitarbeiterschulungen künstlich zu erzeugen versuchen: Das Gefühl, dass wir alle irgendwie eine „große Familie“ sind. Klingt zwar selten schmalzig und dennoch: Der Umgang miteinander ist hier tatsächlich so. Und so bin ich auch nicht rein zufällig in einem kleinen Häuschen untergekommen, das neben mir noch drei andere Oxfam-Mitarbeiter beherbergt: Ben, Paul und Frieda. Einer arbeitet im Human Resources Department, der andere pflegt den Oxfam Online-Shop (bei dem es übrigens echt nette Shirts gibt🙂 und Frieda arbeitet gleich neben mir in der Campaigning-Abteilung.

Alles in allem also alles sehr spannende Tage für mich als Herzblut-Aktivisten. Auch das offen und geräumig gestaltete Büro (in dem selbst die Chefin des Ganzen kein eigenes, abgegrenztes Büro hat!) trägt seinen Teil zum Team-Building bei. Die Ideen fliegen durch den Raum und wer sagt es denn: Ich konnte sogar zwei der Kollegen aus Sierra Leone hier wiedertreffen: Daudi (Public Health Engineer) und Bob, den Systemanalysten, der in Freetown letztes Jahr noch unsere Computer- und IT-Struktur überprüft hatte. Gemeinsam haben wir jetzt dem vierten im Bunde, Glenn, eine Nachricht auf Facebook hinterlassen, denn Glenn befindet sich inzwischen in Chad und koordiniert dort die Installation von Brunnen und anderen Sanitär/Wasser-Anlagen.

Die Welt ist tatsächlich ein Dorf. Und mit solchen Kollegen und Projekten, wie sie hier tagtäglich angeschoben werden, gefällt mir das Leben in diesem Dorf auch ganz gut.

Uwe hat übrigens neue Freunde gefunden, die derzeit auch für ihn da sind, während ich hier in England bin: Katharina und Bärbel haben ihn bereits besucht und mit ihm gesprochen. Florian trifft sich ebenfalls morgen mit ihm. Und über Katharina kann ich Uwe auch Nachrichten senden, die sie ihm ausdruckt und mitbringt.

Morgen geht es dann erstmal wieder nach London, wo ich am Samstag Björn und Uli von „Deine Stimme gegen Armut“ treffe und mit ihnen und alten UN-Praktikanten-Bekannten gemeinsam beim „Put People First“ Marsch demonstriere. Ich halte Euch auf dem Laufenden…. und freue mich wie immer über Eure Nachrichten und Unterstützung!

Herzlich

Euer Ole @ SocialBlogger

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Social Web, Spaß & Diverses

Eine Antwort zu “Erster Post aus Oxford…

  1. Salut Ole,
    apropos kleine Welt:
    Ist mit Uli, Ulrich Schlenker von „“Deine Stimme gegen Armut“ gemeint? Dann grüß ihn bitte recht herzlich von mir🙂
    Ein Salut von der verregneten Ruhr an die Themse
    Jochen

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