Monatsarchiv: Mai 2009

SocialBlogger goes ClimateBlogger

Einige von Euch mögen es schon bemerkt haben: Die nächsten zwei Wochen wird sich meine Aktivität auf diesem Blog möglicherweise zu Gunsten eines anderen Blogs leicht reduzieren. Woran das liegt? Ich bin derzeit bei den so genannten UNFCCC Climate Change Negotiations – also zu Deutsch: Bei den UNO Klimaverhandlungen in Bonn.

Wie bin ich dort hingekommen? Als Teil des “Adopt a Negotiator” Projektes, unterstützt von GCCA (Global Campaign for Climate Action), Oxfam, WWF und Avaaz, sowie vielen anderen interessanten NGOs & Aktivisten-Netzwerken, die sich im Bereich Klimawandel engagieren.

Die Idee: 10 Climate Negotiation Tracker aus verschiedenen Ländern (Deutschland, Indien, USA, UK, Australien, Frankreich, Italien, Schweden, Kanada & Japan) heften sich an die Fersen ihrer jeweiligen Verhandlungsführer bei den Klimaverhandlungen der UNO und bloggen möglichst zeitnah darüber, was sie gesehen haben, was passiert ist und wie de- oder konstruktiv die Verhandlungen derzeit laufen. So soll die sonst recht geschlossene oder kryptisch wirkende Verhandlung, bei der es um unser aller Zukunft geht, gegenüber der jungen Öffentlichkeit und der Blogosphäre geöffnet werden. Einen netten Artikel über die Verhandlungsarbeit unserer Chef-Delegierten Nicole Wilke gibt es zur Einführung hier, bei Greenpeace.

Für mich ist das natürlich eine große Chance, einmal mehr den Beweis anzutreten, dass Web 2.0 und Social Media weder alberner Trend, noch mein ausschließlich persönliches Hobby sind, sondern insbesondere im politischen und zivilgesellschaftlichen Bereich helfen, für Transparenz & Partizipation zu sorgen.

Beides sind weitreichende Begriffe und beide sind in der Praxis selten 1:1 umzusetzen. Dies wurde mir besonders beim Bloggen vom G20-Gipfel in London bewusst, als kein einziger der Blogger letztlich mehr Zugang oder Dialogfähigkeit zeigen konnte, als die klassischen Medien.

Mein Ziel muss es dieses Mal also sein, Eure Fragen aufzunehmen, um diese gezielt unserer deutschen Delegation zu stellen. Und das werde ich auch gerne tun… doch wenngleich der Klimawandel bzw. die daraus erwachsenen Konsequenzen ein durch und durch soziales und gesellschaftliches Thema ist, blogge ich über diese zwei Wochen aus Bonn separat auf www.climateblogger.org – und würde mich freuen, wenn Ihr Euch beteiligt, den Link twittert und in Euren Netzwerken verbreitet.

Und zu guter Letzt: Ich werde diese Aktivität die nächsten 6 Monate ausführlich verfolgen – bis hin zu Kopenhagen (COP15), dem Nachfolge-Meeting der Kyoto-Vereinbarungen und der möglicherweise letzten Chance unserer Spezies, sich selbst zu retten.

Ich freue mich auf Eure rege Beteiligung und hoffe auf Eure Unterstützung…

so far, so good…

Euer Ole @ SocialBlogger

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Eingeordnet unter Umweltschutz

Wie Handys die Welt verbessern

London is calling… again. Dieses Wochenende hat es mich wieder an die Themse verschlagen, dieses Mal zum “Mobile Tech 4 Social Change Camp” im Bürogebäude von Vodafone.

Interessant: Während sich in Deutschland die meisten NPOS/NGOs noch mit der Frage beschäftigen, was dieses mysteriöse “Web 2.0” überhaupt ist und wann und ob man sich damit überhaupt befassen sollte, diskutiert nur eine Flugstunde weiter die Charity-Szene UKs bereits über den Einsatz mobiler Endgeräte für soziale Zwecke.

Mobile4Social Change Camp

Mobile Tech 4 Social Change Camp

Was auf den ersten “Hör” wie ein Nischenthema klingen mag, war Anlass genug für eine Konferenz, die neben London auch in Washington, New York, Kapstadt und vielen anderen Orten regelmäßig zwischen 50 und 200 fachkundige Besucher anzieht. Auch für mich hat sich der Besuch der britischen Hauptstadt gelohnt, denn von Fundraising via “Micro-Giving” (das Spenden von Kleinstbeträgen mit dem Handy) bis hin zu “Citizen-Journalism” und Aufdeckung von Menschenrechtsverletzungen im Gaza-Streifen durch Handy-Fotos wurde wirklich fast jede nur denkbare Form des Einsatzes besprochen, die zu positivem sozialen Wandel potentiell beitragen könnte.

Die Teilnehmer mischten sich derweil zusammen aus NGO-Experten wie Karina Brisby von Oxfam GB und Experten für mobile Applikationen wie Terence Eden von Vodafone. Auch eine ehemalige britische Diplomatin war unter den Teilnehmern: Sie hatte selbst bereits versucht, im Sudan mit Handys für Aufklärung zu sorgen – und ernüchternde Berichte mitgebracht.

Wildes Workshoppen...

Wildes Workshoppen...

Kurzum: Fantastische Ideen und Brainstormings (insbesondere der jungen, unbedarften Teilnehmer) mischten sich gestern mit geballter Praxis-Erfahrung von NGO- und EZ-Korifäen zu durchaus brauchbaren Lösungsansetzen. Auch für meine eigene Idee einer schön visualisierten Klimawandel-Landkarte für Effekte, Betroffene und Lösungsoptionen des globalen Klima-Problems konnte ich in einer eigenen Session jede Menge Feedback und Kontakte sammeln.

Der Besuch hat sich also gelohnt. Nächste Woche geht es dann weiter mit verschiedenen Treffen, u.a. mit den Machern von OneClimate.net, mit Hugh von HelpTheAged, und Robin von Headshift.

Ich bin gespannt… und freu mich über die Sonne in London…wenngleich ich mich des Eindrucks nicht erwehren kann, dass dieses Wahnsinns-Wetter schon ein erstes Beispiel der globalen Erwärmung ist…

Da fällt mir ein: Ab Montag, den 1. Juni blogge ich übrigens unter www.climateblogger.org und www.adoptanegotiator.org über die UN Klimakonferenz in Bonn… ich freue mich wie immer über Euer Feedback und rege Beteiligung.

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Eingeordnet unter BoP Business, Mobile, Web4Dev

Von der Theorie zur Praxis: Uwe’s zweiter Anlauf

Gerade verspüre ich mal wieder ein dringendes Blog-Bedürfnis, denn die vergangenen Tage hatten es an Berichtbarem in sich.

Montag und Dienstag vergangener Woche: Besuch in Freiburg, bei unserem künftigen Agentur-Partner Kultwerk, respektive Jens Vogel und Stefan Vomstein, beides Menschen vom Feinsten, gute Designer und Webgestalter obendrein.

Außerdem: Besuch bei der Caritas, deren neuen Blog “Mitten am Rand” ich hier wärmstens empfehlen kann und möchte. Der Blog zeigt eindrucksvoll, dass es auch für große und hierarchisch organisierte, traditionsreiche Organisationen abseits der Einzelprojekte à la Uwe durchaus möglich ist, das Social Web im Sinne der eigentlichen, guten Sache zu nutzen.

Mehrere Autoren, die bereits die verschiedensten Schicksalsschläge durchlebt haben oder noch immer damit zu kämpfen haben, berichten auf “Mitten am Rand” von ihrem Leben “am Rande der Gesellschaft” – und ihren Erfahrungen mit Sucht, Haft, Obdachlosigkeit oder anderen oft ignorierten oder tabuisierten Themen. Ich kann diese Art der Öffnung durch eine professionelle Organisation nur begrüßen und bewundere das Engagement der einzelnen Sozialarbeiter und der betroffenen Autoren, die sich hier Woche für Woche zusammensetzen, um den Blog mit ihren eigenen Worten und Empfindungen zu füllen. Nachahmung durch andere Organiationen wäre hier durchaus wünschenswert.

Am Freitag dann, nach einem Mini-Intermezzo in Hamburg: Fachtagung an der Fachhochschule Osnabrück. Thema: Non-Profits und Web 2.0 und die beliebte Frage, die ich oben schon zu beantworten glaubte: Wie NPOs das Social Web richtig einsetzen können, für Campaigning, Fundraising & Volunteering (Freiwilligenarbeit).

Schön dabei: Fast alle bislang nur online bekannten Blogger-Kollegen traf ich spätestens hier: Dr. Brigitte Reiser (Nonprofits Vernetzt) , Hannes Jähnert (Volunteering Experte), Christian Kreutz (Wissensmanagement, Entwicklungshilfe & Campaigning) & Ingo Frost (WikiWoods).

Nach zwei Fachvorträgen von Brigitte und Kai Fischer kam dann auch von mir ein kleiner Beitrag zu Aktion-Uwe, der offenbar für 80 Euro neuerliche Spenden gesorgt hat (immerhin) :-). Im Anschluss an die Mittagspause folgte dann gemeinsam mit Daniel und Thomas Stolze von helpedia der gemeinsame Fundraising-Workshop.

Spannend: Zwar hatten wir vermutlich die meisten Teilnehmer zu diesem Thema versammelt, wohl aber auch die kritischsten Fragen – oder soll ich sagen: Zwiegespaltensten Ansichten?

Gemischtes Publikum (incl. @dkomm) in Osnabrück

“Ja, wie kann man denn nun mit Facebook Geld verdienen?”
“Was bringen mir die Follower auf Twitter?”
“Und was kostet das alles?”
“Oh nein, das kostet was?? Das ist ja teuer? Und wie soll ich das machen? Flyer wegwerfen und ab sofort nur noch in’s Netz investieren?”

Leute, so wird das nix. Also, nochmal: Das Internet ist kein Allheilmittel. Das Social Web ist nicht von alleine sozial. Wer es richtig nutzen will, der muss investieren: Zeit, Geld und auch etwas Liebesmüh. Von alleine geht da nix. Das ist ausnahmsweise auch nicht neu, sondern gilt genauso wie bei allen anderen Medienkanälen auch.

Der entscheidende Unterschied ist: Im Netz erreicht Ihr Zielgruppen, die Ihr mit Direktmailings schon lange nicht mehr erreicht – und das um ein vielfaches effektiver. Erstens gibt es Netzwerkeffekte, die Euch einen kostenfreien Zusatznutzen bringen (denn Ihr zahlt ja nix extra, wenn jemand Eure coole Kampagne in seinem Netzwerk verbreitet) und zweitens findet die junge Generation Empfehlungen von Freunden auf Facebook und twitter nunmal glaubwürdiger als den zwanzigsten Spendenbrief zu Weihnachten mit Anschreiben vom Vorstand (und scheinheilig eingescannter Unterschrift).

Soll heißen: Ja, den Fundraising-Erfolg gibt’s auch im Web nicht gratis. Doch wer die zukünftig spendenstarken Generationen nicht verlieren will, muss hier schleunigst Anschluss suchen und finden. Das heißt nicht, dass auf alle alten Medien von heute auf morgen verzichtet werden muss. Wer jedoch unter Rekurs auf mögliche Kosten den Kopf in den Sand steckt, kann sich auch gleich ganz einerden.

Dass die Theorie und das schöne alte Sammeln von Geld alleine übrigens noch keine Probleme löst, musste Uwe vergangene Woche am eigenen Leibe spüren: Seit Wochen wartet er vergeblich auf Rückmeldung von der Saga. Nun kam raus: Die ihm angebotene Wohnung in Billstedt ist leider schon längst anderweitig vermietet. Eine Woche nach Erstgespräch hätte Uwe Rückmeldung erhalten, ansonsten hätte er den ausbleibenden Anruf als Absage deuten müssen, so das offizielle Statement.

Nach ein paar Tagen Wut im Bauch verbuche ich diesen ersten gescheiterten Anlauf in Sachen Wohnung unter Lebenserfahrung und “Missverständnis”. Uwe ist ohnehin kaum noch zu schocken und nimmt es mit Gelassenheit. Neulich erst bekam er vom HVV ein Strafticket für eine fehlende “Bahnsteigkarte” aufgebrummt: 40 Euro. Warum? Er wollte auf mich warten, war offensichtlich mittellos und damit leichter Fang für die Herren Kontrolleure. Immer druff. Muss man damit leben? Muss man nicht.

Deshalb: Nächster Anlauf. Saga angerufen, Problem besprochen, Lösung gefunden. Nun liegt Uwe ein neues Angebot vor, wieder Billstedt, nur viel schöner. Nämlich mit Balkon. “Willst du mich verwöhnen?”, fragt mich Uwe gestern am Telefon. Ja, Uwe, wer weiß, vielleicht ist das jetzt einfach mal dran. Kann ja auch mal was gut gehen für dich… ich würde es dir wünschen. Wir bleiben jedenfalls dran. Mit Energie, ohne Groll.

Und Anfang/Mitte Juni kommt dann die Entscheidung von “Hamburg Anstiften!” für Uwe’s Nachtcafé…. drückt Ihr uns die Daumen?…

Euer Ole @ SocialBlogger

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Eingeordnet unter Aktion Uwe, Fundraising, Obdachlosigkeit, Social Web

Angst vorm Anders und warum beim Hobeln Späne fallen

Wochenende. Wochen ohne Ende. Meetings, Camps, Bars, Diskussionen. Die Zeit fliegt. Menschenmassen. Verschiedene Klassen? Digitaler Graben!
Twitter, Facebook, Web 2.0 und Hartz IV, Wahlkampf, gehackte Accounts & neue Demokratieformen. Alles neu macht der Mai? Oder doch nur alter Wein in neuen medialen Schläuchen?

Politcamp09 Berlin

Politcamp'09 Berlin

Es ist der Freitag des ersten Mais. Daniel, Sandra und ich betreten die Anlage des „Radialsystem V“, ganz nah am Ostbahnhof Berlin und leiten den Vorabend des Politcamp 2009 ein: Mit einer Partie Tischtennis. Dann noch etwas viel zu teures Grillgut, eine kurze Nacht und schon geht es los:
Samstag, den zweiten Mai, gegen 9 Uhr….

Die heitere Diskussion um das, was da denn nun wirklich NEU und ANDERS ist am sozialen Web…um das, was Parteien daraus lernen könnten… meine Strichliste der „Twitter“-Nennungen als dem oft zitierten, aber doch kaum verstandenen Buzzwort der Szene würde auf Papier gedruckt die Rodung sämtlicher Regenwälder erfordern.

Parteipolitische Polemik mischt sich mit Web-Geek-Attacken auf die Old-School-Genossen, erforderliche Visionen werden zur bedingungslos missverständlichen Utopie extrapoliert und scheitern am Spalt der Generationen.

Und doch: Einige der Sessions haben die nötige Würze und schaffen es, das Spannungsverhältnis zwischen realpolitischen Notwendigkeiten und technischen Möglichkeiten in konstruktive Energien umzuwandeln. Darunter insbesondere das Panel meines Freundes Moritz Avenarius (twitter: @iMo) und die Sessions von Oliver Zeisberger (twitter: @oliverbarracuda).

Moritz und Oliver schaffen es, die widerstreitenden Interessen so zu moderieren, dass die Angst vor Neuem nicht unnötig geschürt und der Respekt vor wertvollen Politik-Erfahrungen der älteren Teilnehmer erhalten bleibt.

Am meisten zu lernen und kennenlernen gibt es jedoch wie immer abseits der Studios und Seminarräume beim alkoholfreien Bier unweit des Spreeufers. Dort treffen wir Ingmar, der mit OneAim.org schon längst begriffen hat, dass die Menschheit insgeheim doch eigentlich an einem Strang zieht und Lucas, der mit seinen 20 Jahren bereits mehr verstanden hat (und dazu auch noch programmieren könnte…), als die meisten von uns zusammen.

Das Schöne an solchen Veranstaltungen ist: Es gibt keinen Zwang, irgendetwas erreichen zu müssen, kein festes Ziel, das man verfehlen könnte. Selbige Eigenschaft öffnet jedoch andererseits die Tür zu uferlosen Meeren der konturlosen Phrasenschlachten, teilweise auf hoher See. Da führt es dann schonmal zu einer Mischung aus Langeweile und Verdruss, wenn zum zehnten Mal twitter zum Allheilmittel und der “Killerapp” der Zukunft erklärt wird, während andernorts der Wahlkampf bereits zwischen, neben und über den Zeilen mehr als deutlich mitschwingt und die Sachebene der Diskussion in den Hintergrund drückt.

An dieser Stelle vielleicht für die nicht ohnehin beim Politcamp ’09 selbst anwesenden Leser dieses Blogs noch einmal die meinige Stellungnahme zur Spannung zwischen Politik (wie wir sie kennen) und dem durch Twitter, Facebook & Co entstehenden Potential andersartiger gesellschaftlicher Kommunikation:

1) Twitter, Facebook, MySpace & Konsorten sind allesamt lediglich eines: TOOLS, Infrastruktur oder knapp: Mittel zum Ausdruck menschlicher Meinungen und Botschaften. Alle vereint eines: Bidirektionale Kommunikation. Mal sind die darin enthaltenen Botschaften kürzer (Twitter), mal länger (Facebook), mal lädt man nur Zeichen hoch (Twitter), mal auch Bilder (Facebook), mal nennt man es Folgen, mal Freund werden…. Nochmal: Es sind NUR Tools, nur Werkzeuge zum Austausch, nicht mehr und nicht weniger. Alles, was daran NEU und besonders ist im Vergleich zu Offline-Kommunikation (klassische PR, Zeitung, TV, Radio und andere “massenmediale Kanäle”) ist, dass dieser Austausch nun in beide Richtungen verläuft. Soll heißen: Mensch A redet, Mensch B auch. Mensch A fragt, Mensch B antwortet. Organisation A (auch Partei A genannt :-) redet über ihr Parteiprogramm und siehe da: Hunderte von Menschen antworten, fragen & kritisieren.

Und warum ist das nun so schockierend?

2) Weil die bisher hierarchisch organisierten Institutionen, ganz gleich ob NGO, Partei oder Company nicht darauf eingestellt sind, auf Augenhöhe ihren Wählern, Spendern oder Konsumenten zu antworten. Denn wenn man persönliche Botschaften auf diesen Kanälen verbreitet (auf denen nämlich auch persönliche, ehrliche und authentische Botschaften erwartet werden), dann muss man auch auf sehr direkte Nachfragen gefasst sein.

Und nicht zuletzt:

3) Es geht alles schneller… Botschaften verbreiten sich in 0,Nixx im Netz, denn wer eine Botschaft mag oder ganz furchtbar deplatziert findet, leitet sie in der Regel mit einem Click weiter.

Aber eines ändert sich dadurch NICHT:

4) Noch immer brauchen Politiker Erfahrung. Noch immer macht es Sinn, einen in einem Sachgebiet erfahrenen Spezialisten zum entsprechenden Abgeordneten für dieses Thema zu wählen. Noch immer muss die “Nase” eines Politikers seinen Wählern passen, noch immer muss er den richtigen Riecher haben und gute Politik machen. Das wird durch’s Web 2.0 nicht ersetzt und nicht anders – nur, dass die Medienkanäle, auf denen dieser gute Herr oder diese gute Dame sprechen, eine andere Qualität haben…. und…

sich 5) die klassischen Organisationsstrukturen (z.B. die Policy, erst jede Veröffentlichung von ganz oben abzeichnen lassen zu wollen) dieser neuen Qualität werden anpassen müssen.

So viel dazu.

Nun aber zu meinem Alltag, der dann in der letzten Session am Sonntag auch noch thematisiert wurde: Aktion Uwe.

Uwe und ich am 111. Tag unserer Freundschaft

Uwe und ich am 111. Tag seit unserer Begegnung

Uwe geht es inzwischen wieder besser – und durch eine kleine Spendenaktion beim Politcamp ’09 konnten auch (danke!) wieder weitere 80 Euro gesammelt werden. Noch immer wartet Uwe auf Rückmeldung der Krankenkasse und der Saga. Ich hoffe, da nun bald Neues berichten zu können. Nur so viel vorab: Uwe macht sich gesundheitlich wirklich ganz gut derzeit, sieht auch sehr fit aus (siehe Foto beim Café vor meiner Abreise nach Berlin) und: Er hat heute bei der Haspa ganz alleine sein erstes eigenes Konto seit rund 20 Jahren eröffnet. Nun scharrt er wieder mit den Hufen, was wir als nächsten konkreten Schritt angehen könnten… im Juni steht die Entscheidung von Hamburg-Anstiften an… man darf gespannt sein.

Am Ende des Politcamps ’09 gab es dann auch noch ein kleines Interview, das Ihr hier findet:
http://make.tv/politcamp2009/show/21485

Und auch etwas zu Gewinnen gab es: Für alle Spender des Politcamps: Ein T-Shirt nach Wahl von www.armedangels.de , einem kleinen und feinen Modelabel aus Köln, das nachhaltige Mode aus fairem Handel und BioBaumwolle anbietet.Wer gewonnen hat? Lucas Jacob! 40 Euro hat Lucas gespendet für Uwe, hier nachvollziehbar: www.aktion-uwe.de – Hut ab & danke an Lucas. Teile es dir gleich per eMail mit!

So weit von mir…derzeit wieder in Hamburg, am Freitag weiter in den Odenwald, wo ich die Jungs von Helpedia treffe.

Euer Ole @ SocialBlogger

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Eingeordnet unter Aktion Uwe, e-Democracy, Fundraising, Social Web