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Interview zu Uwe im Radio: NDR2!

Liebe Unterstützer,

nach einem langen, aufregenden und bewegenden Tag nur so viel: Heute gab es ein Interview über Uwe’s Aktion im NDR-Radio „NDR2“ zu hören – und einen Anruf von der Saga (der Wohnungsbaugesellschaft) zu bestaunen – wohlgemerkt ein sehr freundlicher Anruf… mehr dazu morgen, denn jetzt ist ausnahmsweise mal eines dran: Schlaf! 🙂

Hier nur schnell das Interview vom NDR als MP3: Aktion Uwe auf NDR2

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Der Long Tail des Lebens: Warum Netzwerken Spaß macht.

Long Tail. Langer Schwanz. Klingt einfach. Isses auch. Und vor allem handelt es sich dabei um eines von ca. 1000 Buzzwörtern, die vor allem im Zusammenhang mit Web 2.0, Social Web, Social Media und Social Commerce genannt werden. Social also? Social. Ja.

Meine Freundin und Weltretter-Mitstreiterin Anna-Lena fragte neulich ganz zu recht in die Runde: Sagt mal, Jungs: Was soll das eigentlich, dieses „social“? Was ist damit gemeint, was daran ist denn sozial?
Antwort. Zu simpel, erschrecken und doch glänzend durch schlichte Schönheit. Das System kennt – wieder einmal – keine Moral. Es bist am Ende du, lieber User, du hast die Wahl. Worum geht’s also jetzt beim langen Schwanz? Es geht um die Vielzahl der kleinen. Die Vielzahl der User im Netz, die Masse derer, die durch kleine Aktionen die große Unterschiede machen. Die Menge derer, die durch viele kleine Schritte gemeinsam 1000 Mal die Welt umrunden können. Wenn sie nur bereit sind, den Staffelstab weiterzugeben, nicht versuchen, alles alleine zu schaffen.

Unfuck the World!

Unfuck the World!

Auch im Social Web gilt jedoch, was für andere Medien, für uns Menschen im Allgemeinen gilt.
Soziologie Lektion 1 lehrte uns: Systeme sind indifferent. Es gilt auch als soziale Interaktion, jemanden zu erschlagen. Denn es ist eine auf andere Menschen bezogene Handlung. Von Mord bis zum Poken bei Facebook ist also alles drin, alles sozial. Dem Web ist es letztlich egal, ob wir mit dieser technischen Infrastruktur die Welt zum Besseren ändern oder Klingeltöne verkaufen.

Die Lösung, liebe Leute, liegt bei uns. Keinem sonst. Was sozial ist, das entscheiden wir. Es ist letztlich eine philosophishe Frage. Denn normative Antworten müssen menschliche Entscheidungen vorausgehen. Tiere brauchen das nicht. Eine Ameise ist entweder glücklich oder tod. Oder habt Ihr schonmal eine depressive Ameise gesehen? Nein? Eben.

Daniel und ich entschlossen deshalb dieses Wochenende feierlich: Markt & Moral, Social Web und Soziales Handeln (und zwar im normativ moralisch korrekten Sinne), Schlafen und Arbeiten, Leben und Lieben – all das darf kein Widerspruch mehr sein. Und muss es auch nicht.

Fangen wir an bei den Klingentönen: Wie wäre es, wenn dir dein afrikanischer Pate einen Klingenton aufsingt mit beatiger Busch-Mukke und du im Gegenzug seinen Lebensstandard von 1 Dollar am Tag auf 2 Dollar am Tag hebst? Wie wäre es, wenn es eine Soap-TV-Serien-Steuer gegen die Verdummungsgefahr gäbe, die gleichermaßen als Spenden in die dritte Welt fließt? Gute Zeiten, schlechte Zeiten? Erste Welt, dritte Welt?

Uwe an der Alster

Uwe an der Alster

Der Ideenaustausch am vergangenen Wochenende jedenfalls sucht seinesgleichen. Es floss. Wein, Weib, Gesang, Karaoke im FC Magnet, Filzstifttinte, Schneeflockenschmelze und Ingwertee. Schöner kann ein Wochenende nicht sein. Und doch ist da diese Intensität, die gefühlt hinterm oberen linken Brustkorbbereich alles bedeuten kann zwischen stechendem Serotonin und schmerzendem Fernweh nach Fremdanreicherung des eigenen Horizonts.
Setze zwei sensible Menschen zusammen und beide durchschauen einander. Fast so, als würde man einen Flughafenscanner durch einen anderen hindurchschieben. Welcher fiept dann zu erst?

So, genug geschwafelt für heute. Und ja, bevor einer fragt: dieser Blogeintrag ist bewusst undurchsichtig gehalten. Es gibt da nämlich was, was noch in Gründung ist. Etwas, was Ihr noch nicht wissen müsst. Aber bald.

Und Uwe? Uwe? Was ist mit Uwe? Gleich nach meiner Rückkehr aus Berlin habe ich ihn getroffen… und es geht ihm gut… richtig gut sogar..und er hat sich wieder einmal gekümmert um den nächsten Schritt:
Ab Donnerstag schläft Uwe nun endlich im Pik-Ass. Seine Unterkunft kostet dann keine 12 Euro mehr die Nacht, sondern nur noch 1,80 Euro. Und wer übernimmt das? Nicht mehr die Spendengelder, sondern die Stadt bzw. der Staat – für’s erste. Und bis das Winternotprogramm vorbei ist und Uwe dort nicht mehr schlafen kann, wird noch eine Menge passieren und wir gemeinsam für ihn hoffentlich bald eine feste Wohnung finden.

Donnerstag geht es weiter…denn da kommt das Fernsehen (Sender wird noch verraten) und dreht mit Uwe eine erste Reportage. Hoffentlich genügt die Aufmerksamkeit dann für ihn. Euch lässt er jedenfalls herzlich grüßen..und anbei noch ein Foto für Euch, von Uwe’s Spaziergang mit Patrick um die Alster (sie letzten Post…).

Ich danke Euch für alles! Spenden bitte über www.aktion-uwe.de

Euer Ole @ SocialBlogger

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Ein spannender Tag: Wir gehen es an!

Liebe Leser,

heute bzw. inzwischen gestern (also sprich am Donnerstag) ist wieder eine Menge passiert, wovon ich Euch noch vor dem Gang in’s Bett gerne berichten möchte…

Zunächst begann, wie bereits kurz angeschnitten, der Tag mit einem Besuch bei Hinz und Kunzt, dem Hamburger Obdachlosenmagazin. Hinz und Kunzt ist bereits seit rund 15 Jahren in Hamburg eine feste Größe – kein Hamburger kennt dieses Magazin nicht. Neben der Produktion und dem Verkauf von Obdachlosenzeitungen bietet Hinz und Kunzt für viele obdachlose Menschen in Hamburg auch eine erste Anlaufstelle, um Beratung in Anspruch zu nehmen – oder auch, um sich einfach nur mit anderen „Betroffenen“ auszutauschen.

Wie dem auch sei: Hinz und Kunzt war vor kurzem auf die Aktion Uwe aufmerksam geworden und hatte sich telefonisch bei mir gemeldet, um über Uwe und seine Aktion einen Artikel schreiben zu können.
Da wir uns ohnehin gerade auf der Suche nach einem offiziellen Träger bzw. einem Kooperationspartner (vorzugsweise mit viel Erfahrung) für die konkrete Umsetzung der nächsten wichtigen Schritte für Uwe befinden, habe ich allerdings gleich in Verbindung mit dem Interview-Termin um ein weiteres Gespräch gebeten.

Dieses sollte nun heute stattfinden – und auch Uwe war mit von der Partie. Es ging also ganz konkret darum, ob und wie Hinz und Kunzt uns unterstützen kann bei der Umsetzung der Idee. Relativ schnell wurde deutlich, dass Uwe’s Idee bzw. sein Projekt als einzelnes Projekt so nicht bevorzugt von H&K gefördert werden kann, da es Hinz und Kunzt (nachvollziehbarerweise) ein Anliegen ist, niemanden zu bevorzugen oder andere zu benachteiligen.

Dies ist und bleibt ein wichtiger Punkt bei unserer gemeinsamen Aktion, liebe Spender. Ein Punkt, den ich auch nicht unter den Tisch kehren möchte. Es geht hier vorwiegend um Uwe. Selbstverständlich will und wird Uwe alles versuchen, um mit seinem Nachtcafé auch andere Obdachlose zu unterstützen. Nichtsdestotrotz haben natürlich auch andere Wohnungslose tolle Ideen wie Uwe – und vielleicht im Moment nicht das „Glück“, von so tollen Menschen wie Euch mit großzügigen Spenden unterstützt zu werden. Schwieriger Punkt… auf der anderen Seite: Besser anfangen, als gar nichts machen…und weiterhin: Der Weg zu einem Café wird ein möglicherweise sehr steiniger, langsamer Prozess sein. Wichtig dabei ist: Uwe darf dabei nicht „auf der Strecke“ bleiben. Es geht hier um ihn, nachrangig darum, ein Café auf die Beine zu stellen. Sollte aus diesem Projekt auf dem Weg zum Ziel eine ganz neue Idee entstehen, die sich eventuell besser eignet, um Uwe und anderen zu helfen, so werden wir auch dies nicht ausschließen, denn primär ist die Hilfe wichtig. Auch, wenn diese Vision des Nachtcafés unser Antreiber und Uwe’s Motivation ist.

Quint Essenz des Gesprächs mit Hinz und Kunzt war jedenfalls die folgende: Eine offizielle Trägerschaft für Uwe’s Nachtcafé Idee in diesem Sinne ist zwar nicht möglich, ein steter Support und Austausch zu den nötigen weiteren Schritten aber in jedem Fall. So hat uns der Sozialarbeiter Stefan von H&K bereits sehr wertvolle Tipps zur weiteren Wohnungssuche auf den Weg gegeben und mit mir einige sehr elementare Details seiner langjährigen Erfahrung in der Arbeit mit Obdachlosen besprochen. Ich gebe zu: Ich lerne jeden Tag immens viel dazu – und doch bin ich mir der Tatsache bewusst, dass ich vergleichsweise grün hinter den Ohren bin. Vielleicht, so denke ich, ist das aber auch genau die Portion Naivität und Gutglauben, die notwendig ist, um eine solche Aktion gemeinsam mit Uwe durchzuziehen und ihr eine Chance zu geben.

Die Idee jedenfalls wird sein, dass wir uns während der nächsten Schritte stets intensiv mit Partnern und erfahrenen „Mentoren“ wie Hinz und Kunzt abgleichen und so sicherstellen, dass wir nicht in’s Blaue hinein starten bzw. Fehler machen, die andere schon längst erfahren und zu umgehen gelernt haben.

Grundsätzlich aber gilt auch für Hinz und Kunzt: Die Idee des Nachtcafés von Uwe kommt gut an. Auch hier herrschte einhellig die Meinung: Es wird schon lange Zeit für exakt so eine Einrichtung für Obdachlose. Uwe scheint also tatsächlich einen sehr guten Riecher gehabt zu haben.

Der zweite Teil des Tages gestaltete sich dann noch aufregender als bereits das Treffen mit Hinz und Kunzt, denn: Uwe wurde heute richtig aktiv und hat das erste Mal seit unserer ersten Begegnung aktiv für sein Geld gearbeitet. Sein Job heute: Tour-Guide für einen Freund von mir, der derzeit aus Kanada in Hamburg zu Besuch ist. Da Patrick (so der Name meines Freundes) aufgrund meines Jobs am Nachmittag sonst alleine durch Hamburg geschlendert wäre, haben wir kurzerhand Uwe gebeten, Patrick in Hamburg rumzuführen.

Patrick zahlte Uwe also eine symbolische Spende bzw. einen Salair von 10 Euro und beide marschierten los, zunächst für einen Spaziergang um die Außenalster und später zu einem Besuch von Planten und Bloomen. Was daran so besonders ist? Jetzt kommt’s: Uwe spricht sogar Englisch!

Ich war regelrecht von den Socken, wie gut Uwe Englisch sprach. Ich kann zwar nur wiedergeben, was Pat mir dann am Abend von der gemeinsamen Tour erzählte, aber sicher ist: Patrick hatte jede Menge Spaß und genoß die besondere Führung durch den in Hamburg mehr als ortskundigen Uwe sichtlich. Noch beim Abendessen leuchteten seine Augen, als er von Uwe’s „flotten Sprüchen“ auf Englisch erzählte – und den vielen lustigen Ereignissen, die sich aus der Situationskomik und den teilweise „wörtlichen Übersetzugnen“ oder eigenartigen Wortverwendungen ergaben.

So hatte Planten und Bloomen leider bereits geschlossen, als die beiden den Spaziergang hinter sich gebracht hatten. Uwe suchte kurz nach Worten, um das Problem zu beschreiben, um schließlich einfach zu sagen „Time Out, Game Over!“. Auch fragte Uwe Pat zu seiner ehrlichen Meinung zu seiner Idee des Nachtcafés. Und an Stellen, an denen es Gänse oder Enten zu beobachten gab, hielten beide inne, um einfach die Szenerie zu beobachten und genießen. Lediglich auf Höhe der amerikanischen Botschaft musste Uwe zugeben, dass er diese Gegend nur schwerlich besuchen könne, da er diesen Reichtum der fetten Hamburgerr Villen dort kaum greifen bzw. begreifen kann, gerade im Kontrast zu seinem eigenen Leben.

Was mich hieran immer wieder freut: Uwe ist und bleibt selbst kritisch und reflektiert – und stürzt sich eben nicht voller „Scheuklappen-Enthusiasmus“ in das Projekt, ohne auch nach rechts und links zu schauen. Er hinterfragt, fragt, diskutiert und bleibt aktiv. Patrick’s Resumee als Außenstehender nach diesem Tag war jedenfalls eindeutig: Uwe war ein toller Tourguide und ist ein heller Kopf mit vielen Ideen – er braucht einfach nur Unterstützung, eine Chance, Zuspruch und Freunde, die ihn für voll nehmen, ihn auf Augenhöhe ernst nehmen und mit ihm Zeit verbringen. So wie heute geschehen.

Auch ich habe heute mein Fett wegbekommen: Kurz nach dem Treffen mit Hinz und Kunzt wollte ich mich von Uwe verabschieden – und deutete noch einmal darauf hin, dass ich mal wieder was für meine Abschlussarbeit schreiben müsse. Uwe daraufhin: „Ole, wenn du deine Arbeit nicht schreibst meinetwegen, werde ich echt sauer! Ganz ehrlich, wenn du das nicht machst und vernünftig machst, dann schmeiß ich auch hin, das versprech ich dir!“
Kurzum: Uwe stellt mir inzwischen klare Bedingungen 🙂 Ich konnte dem nur entgegnen, dass selbiges auch für mich gilt und Uwe natürlich auch mitarbeiten und etwas aus dieser Chance zu machen versuchen muss – und zwar ernsthaft und nachhaltig. Uwe weiß dies – und sagte zum Abschied ganz trocken: „Dann haben wir einen klaren Deal. Wir müssen beide aufeinander aufpassen, dass wir uns nicht verzetteln. Aber gemeinsam schaffen wir das!“.

So sehe ich das auch, lieber Uwe. Und an Euch, liebe Spender: Wir schaffen es, gemeinsam, mit Euch. Und nur mit Euch. Wir halten Euch weiter auf dem Laufenden. Die nächsten Schritte der nächsten Woche beinhalten unter anderem das erste Treffen mit einem Existenzgründungsberater. Weiterhin werde ich in Enger Zusammenarbeit mit dem Sozialarbeiter der Hinz und Kunzt für Uwe einen Plan ausarbeiten, wie er selbst möglichst bald körperlich gesunden und fitter werden kann. Dazu gehört eine kontinuierliche Drogenberatung ebenso wie eine mögliche vollständige Entgiftung, aber auch eine Wohnung in geeignetem Umfang…

Uwe tut bereits einiges dafür und setzt jeden Tag weitere kleine Schritte in Bewegung. Heutige Anschaffung von den Spendengeldern war z.B. ein Maniküre-Set, um beim Vorsprechen vor Vermietern und Ämtern einen besseren Eindruck zu machen. Und siehe da: Auch im Empfangs-Raum von Hinz und Kunzt kamen schon die ersten positiven Reaktionen: „Sag mal, den Uwe, den kenn ich doch. Was ist denn aus dem geworden? Der sieht ja viel besser aus und stinkt kaum noch. Wenn ich da an früher denke…“ So in etwa der O-Ton von heute gegenüber Sozialarbeiter Stefan.

Also, liebe Leser… vielen Dank für alles…wir bleiben dran.. und Ihr hoffentlich auch 😉

Spenden könnt Ihr ab sofort über www.aktion-uwe.de – dank Helpedia.de!

Euer Ole alias SocialBlogger

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PETA Veggie Love – Vegetarier haben besseren Sex

Danke für den Hinweis von betterandgreen… nettes Video und deutliche Botschaft: Mit viralen Spots kann man Menschen erreichen, aber auch einiges falsch machen, wenn es um sensible Themen geht… also: Virales immer mit Vorsicht genießen, sonst bekommts der Empfänger vielleicht in den falschen Hals. Nun aber: Zurücklehnen und anschauen 🙂

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Social Media kurz erklärt

..gutes Einführungsvideo für alle Leser, die noch nicht ganz sicher sind, was „Social Media“ nun eigentlich heißen soll 🙂

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Lachgeschichten zum Nachdenken – Arm und Reich

Tolles Video von der Sendung mit der Maus… zum Nachdenken….

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Sex, Lügen und Wahlplakate – originelle Wahlwerbung

Kursorischer Überlbick über Wahlwerbung bei einestages - hier am Beispiel der Jungen Union in Wittmund

Derzeit gibt es bei einestages auf Spiegel Online einen lustigen Rückblick auf originelle Wahlkampagnen, diesmal sogar offline 🙂 Einen Blick wert…

Welche Möglichkeiten es in Richtung des viralen Marketings dann erst im Internet geben könnte, kann man nach Lesen des Artikels gut erahnen 🙂

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