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Wer bestimmt, was Wahrheit ist?

Noam Chomsky - Photo von John Soares

Noam Chomsky - Foto von John Soares

Was ist die Wahrheit? Wer bestimmt darüber? Wie kommt die Wahrheit im Diskurs zustande, die wir für eine solche halten? Sozial konstruiert? Durch Macht verzerrt? Alles Fragen, die wir uns insbesondere im Zuge der Diskussion von Möglichkeiten und Grenzen des Social Webs zur gemeinsamen Gestaltung der Medienlandschaft gefallen lassen müssen.

Noam Chomsky ist Linguist und einer der intellektuellen Vordenker dieser Fragestellungen, zudem einer der bekanntesten auf diesem Gebiet.

Auf vorwärts.de stellt Stefan Hanitzsch derzeit in seinem Artikel die Grundzüge von Chomsky in Bezug auf Massenmedien und ihre Gatekeeper gut und übersichtlich vor.

Grundsätzlich sind Chomsky’s Werke wohl Pflichtlektüre für alle Netzwerk- und Web 2.0-Fetischisten, die glauben, eine neue Zeitrechnung bräche an. Trotz bzw. gerade wegen ihrer Umstrittenheit. Denn auch Google lässt sich als Suchmaschine mit annähernder Monopol-Stellung durchaus als Gatekeeper oder Mediator wahrnehmen – und längst nicht alle (man denke an China) können so frei bloggen, wie wir es gewohnt sind.

Zum Thema „Gatekeeper“ und Google bzw. Web 2.0 im Allgemeinen gibt es hier eine interessante Magisterarbeit aus soziologischer Perspektive von Dominik Frey.

An Aktualität hat Chomsky also keineswegs eingebüßt, trotz seiner mittlerweile stolzen 80 Jahre.

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Obama’s Partizipations-Strategie…

Kurz vor seiner offiziellen Inauguration in Washington ruft Barack Obama in diesem Video das us-amerikanische Volk zum Mitmachen auf und macht deutlich: „This inaugaration isn’t about me, it’s about all of us.“  Ein Beispiel für gut platzierten Nationalstolz? Oder wird die „Wir sind alle eine große Familie“-Nummer überstrapaziert?
Meines Erachtens geht Obamas Kampagne – und auch seine Ansprache zunächst in die richtige Richtung, eine Richtung, bei der auch das Web 2.0 eine wichtige und nachhaltige Rolle spielen wird. Laut bisherigen Stellungnahmen von Obama’s Strategie-Team soll das auch so bleiben. Wie lange sich diese offene und partizipative Haltung in der Alltagspolitik durchhalten lassen wird, bleibt allerdings noch abzuwarten, denn einen eigenen Ball zur Feier des angekündigten Wandels in der Nachbarschaft zu organisieren ist noch keine Partizipation an realpolitischer Entscheidungsfindung mit Tragweite. Wir dürfen gespannt sein.

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