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Das Nötigste zum Leben – Sachspenden gefragt!

Liebe Unterstützer!

Was man so braucht...

Was man so braucht...

Wie die meisten von Euch inzwischen mitbekommen haben werden, ist Uwe ab 26.08.2009 stolzer Bewohner einer eigenen Wohnung, denn am Vormittag des nächsten Mittwochs ist bereits die Schlüsselübergabe zu seinen eigenen vier Wänden. Lange Rede, kurzer Sinn: Damit Uwe dort auch wirklich einziehen kann, müssen wir alle noch einmal mit anpacken. Der Start wird für Uwe, wie er selbst sagt, vor allem der psychischen Umstellung halber, schon eine Herausforderung. Wenn man plötzlich in den eigenen vier Wänden aufwacht…nach 20 Jahren… nun gut, aber ich bin nicht hier, um darüber zu sinieren, sondern, mit einer ganz konkreten Bitte:

Uwe benötigt allerhand Einrichtungsgegenstände, Möbel, Kleinkram, schlicht: Startausrüstung!
Vom Amt bekommt Uwe dafür einen kleinen finanziellen Zuschuss, den er aber nach Möglichkeit schonend behandeln möchte. Und seien wir ehrlich: Jeder von uns, der schon einmal selbst umgezogen ist oder sich in den Keller getraut hat, weiß: Wir alle sammeln meist so unwahrscheinlich viel Hausrat an, dass wir vermutlich gerne etwas abgeben 🙂

Ganz konkret habe ich deshalb Uwe nach seinen Wünschen gefragt, die ich hiermit an Euch, sortiert nach Wohnbereich, weitergebe – und auf große Resonanz hoffe:

Bad

  • Spiegelschrank, wenn möglich mit Lampe & Anschluss
  • Vorlage für die Badewanne/Dusche (Frotteematte oder ähnliches)
  • Klobürste  (ähem, hier gerne eine frische 🙂

Küche

  • 2x Küchenschränke zum Aufhängen
  • Unterbauschrank / Arbeitsfläche (es gibt keinen Herd in der Wohnung, Uwe benötigt also elektronisch betriebene Herdplatten)
  • eventuell alten, aber gut funktionstüchtigen kleinen Kühlschrank
  • Deckenlampe
  • Töpfe /Pfannen
  • gern Geschirr, Tassen, Besteck
  • eine normale, aber betriebstüchtige Kaffeemaschine

Zimmer/Wohnbereich

  • Schreibtisch/Stuhl
  • Matratze oder Luftmatratze
  • Sofa oder Schlafsofa (was da ist, gern auch älter, kann man sich ja mit Tagesdecken schön machen)
  • kleines TV-Gerät?
  • Wohzimmertisch/Sofatisch/Beistelltisch (klein)
  • Deckenlampe
  • Schreibtischlampe/Stehlampe
  • Gaderobe für den Flur
  • Komode / Kleiderstange oder ähnliches

Wenn Euch sonst noch Dinge einfallen, sendet uns gerne eine eMail oder hinterlasst hier einen Kommentar.

Wir sind für jede Hife, wirklich JEDE Hilfe dankbar. Uwe freut sich derweil wie ein Schneekönig auf die Wohnung…wir zählen die Tage, Stunden, Minuten… und danken Euch allen schon jetzt, für die Begleitung und Unterstützung auf dem Weg hier her und ab hier in die Zukunft…

Wer Uwe die jeweilige Sachspende für die Wohnung persönlich vorbeibringen möchte: Gerne! Es sei bemerkt: Der Ausblick lohnt sich wirklich 😉

Wenige Sekunden nach dem Posten dieses Eintrags erhielt ich schon einen Anruf mit den ersten Hilfsangeboten, stark. Hier noch ein Hinweis, auf den mich der Anrufer aufmerksam machte: Die Wohnung befindet sich in der Nähe der S-Bahn Rübenkamp,  nähe Stadtpark, also nicht allzu weit weg. Nur für den Fall, dass Ihr Euch darüber Gedanken macht… ansonsten: gern einfach bei mir nachfragen.

Euer Ole

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Eingeordnet unter Aktion Uwe, Obdachlosigkeit

Inspiration bedarf Irritation…

… und Kollaboration bedingt Kollabs. So viel dazu. Das habe ich jedenfalls an diesem Wochenende gelernt.

Das Leben schlägt Wellen. Ungefragt. Teils unwillkommen, überraschend und durch die Hintertür. Emotionstsunami. Klebrige Spinnenweben des Netzwerkens. QuitschQuatsch? Nö. Stimmig. Was war? Grameen Creative Lab. in Wiesbaden.

Grameen? Kennt ihr. Das ist der Yunus, Friedensnobelpreisträger 2006. Mikrokredit-Vorantreiber, Social Business Ideengeber, Inspirationsmaschine einer ganzen Bewegung. Hier wird er von Hans Reitz (siehe Bild) repräsentiert, der einen klasse Job macht und neben seinen eigenen Firmen (fairer Kaffee im Perfect Day, Event-Agentur Circ) durch die Welt tourt, um Yunus zu unterstützen.

Creative? Kreativ war’s auch, jep. Jede Menge SozialSpinner, Spinn-Doktoren, Weber fair gehandelter Teppiche des Menschelns. Von Hendrik Haase von Wurstsack bis zu Martin und Wilson vom Global Humanitarian Forum aus Genf… alles dabei. Kurzum: Ein bunter Haufen von Menschen, die sich zusammentun, um was zusammen zu tun. Allen vorweg und keineswegs zu vergessen: Die Hauptschüler der Schule, an der die Veranstaltung stattfand: Wahnsinns-Kids von feinstem Mitmach-Kaliber.

Lab? Kommt von Labor. Man experimentiert. Mischt, was zuvor nicht zusammen gehörte. Erreicht Neues, oft Dinge, die zuvor nicht zu erwarten waren.

Soweit zu den Versprechen, die der Name gibt.

Hat er sie gehalten? Ja und nein. Das Ja spricht für sich. Zum nein: Ist das weiter schlimm? Wieder nein. Ein solches Treffen bleibt ein Prozess. Eine solche Veranstaltung nur der Rahmen für das, was wir Teilnehmer daraus machen. Das Ergebnis jedenfalls kann sich sehen lassen. Denn neben jeder Menge brauchbarer Kontakte zu liebenswerten Mitstreitern und Wandlungsprozess-Anstoßern bleibt mir vor allem eines am Ende: Ein wohlig warmes Zugehörigkeitsgefühl der Verbundenheit zu etwas Größerem als meiner eigenen kleinen leibhaftig gewordenen Existenz.

Mag schmalzig klingen, öko oder sozialromantisch. Na und? Ist ja Euch überlassen, wie Ihr’s findet… und Platz zum Meckern und Weiterschmalzen bieten die Kommentare. Wie immer eben.

So viel vorab. Viel Text ohne Inhalt auf Sachebene. Jetzt noch ein paar harte Fakten ohne Kleidung, also nackte Info: Die Gründung dessen, was ich hier im Laufe der vergangenen Wochen ein paar Male habe anklingen lassen, geht in großen bzw. vielen kleinen, aber flinken Schritten voran. Was wird’s werden? Eine soziale Soziale-Medien Agentur. Wen beraten wir? Kunden wie NGOs, kreativ umtriebige Weltverbesserer-Start-Ups & Social Businesses. Wer ist WIR? Daniel Kruse, Sandra Trögl und meine Kleinigkeit.

Warum machen wir das? Mensch, lies meinen Blog. Dann weißte, warum. Wann geht’s los? Jetzt. Sind schon mittendrin. Eigene Webseite, Name und klima-freundliche Visitenkarten gibt’s auch bald. Und kann man davon leben? Ja, und wie! Nur eines sei hier bitte nicht verwechselt: Leben und Lebensqualität korrelieren nur seltenst mit der Anzahl der Nullen am Ende des Kontostandes. Aber reich fühlen wir uns trotzdem – in anderem Sinne. Das mag anderen anders gehen. Will ja keinem was ausreden.

Uwe geht’s übrigens gerade mäßig. Sein Leben beweist mir dann wieder, dass es ganz ohne Geld nicht geht. Das mal zur Kehrseite dieses Wochenendes. Denn leider haben wir uns nach meiner Rückkehr aus Oldenburg & Co vor meiner Abreise nach Wiesbaden und Frankfurt nicht mehr treffen können… aber er hält sich wacker. Sein Handy kann er nun immer beim Handyladen in der Innenstadt aufladen, denn das Ladegerät ist im Pik-Ass mal wieder abhanden gekommen, da die Türen nicht verschlossen werden dürfen. Mist.

Von der Wohnung gibt es nun noch eine Zusatzinfo derweil: Der Vormieter hat seine Sachen noch nicht ausgeräumt und befindet sich gerade im Krankenhaus…während ich mich aufrege, hat Uwe allerdings die Ruhe weg und sagt: „Weißt du, Ole, ich habe einfach schon zu viel erlebt, um mich über so ein paar Wochen Verzögerung noch aufzuregen. Ich freue mich einfach erst dann, wenn es so weit ist und verschwende da keine Energie drauf.“

Eine Sekunde hatte Uwe schon gedacht, ich hätte ihn vergessen, da ich erst heute dazu kam, ihn endlich wieder anzurufen – Akku und Nummernspeicher spielten mir einen Streich. Ein guter Test für uns. Uwe zweifelte aber letztlich kein Stück… In Momenten wie diesen weiß ich, dass ich oft mehr von Uwe lerne, als er von mir.

Das war übrigens auch Quint-Essenz des Treffens mit den Social Business-Anhängern beim Grameen Creative Lab & so schließt sich der Kreis: Jeder von uns kann etwas bieten. Jeder von uns hat Einsichten, die teilenswert sind. Jeder von uns weiß etwas, das andere noch nicht wissen. Werte kann man nicht schaffen, aber man kann etwas Wert schätzen. Und wenn wir den Wert dessen schätzen, was andere schaffen, dann stimmt’s wieder, das so oft zitierte System. Uwe schätze ich wert. Seine Art, seine Geduld, seine Lebensweisheit….und Eure Hilfe, Eure Kritik und Anregungen, die Ihr mit mir, mit uns teilt.

Danke.

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