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Obdachlos? Von wegen!

Ein eigener Briefkasten kann viel bedeuten

Ein eigener Briefkasten kann viel bedeuten

Wer hätte das gedacht? Auf den Tag (!!!) genau sieben Monate nach den ersten Spenden bekam Uwe gestern die Schlüssel zu seiner Wohnung im siebten Stock an der S-Bahn Haltestelle Rübenkamp in Barmbek-Nord. Alles, was wir bis hierhin durchlebt haben, wirkte gestern vormittag für einen kurzen Moment wie „pausiert“ – und gleichzeitig in Zeitlupe an mir vorbeirauschend. Uwe war wieder einmal erstaunlich gelassen und ging höflich-charmant mit allen Anwesenden um: Dem Fotografen vom Hamburger Abendblatt, dem netten jungen Journalisten, unserem Vermittler von der SAGA, dem Hauswart und dem Pressesprecher… ja, es war eine halbwegs große Runde für einen riesen Moment in einer kleinen Wohnung.

Uwe's Ausblick gefällt auch meiner Schwester :-)

Uwe's Ausblick gefällt auch meiner Schwester 🙂

„Bist du denn gar nicht aufgeregt?“, hatte meine Schwester Reenste, die für ein paar Tage zu Besuch war, vorher gefragt. „Ach weißt du, wie soll ich denn noch aufgeregt sein, wenn ich schon fast gar nicht geschlafen habe?“, entgegnete Uwe. Die eigentliche Arbeit, weiß Uwe, steht ihm jetzt erst bevor. Und damit meint er nicht die Wohnungseinrichtung, sondern das „sich einrichten“, sprich, die Gewöhnung an ein vollkommen anderes Leben. Uwe strahlt, wenn er von seinen Ideen spricht, wie er das kleine Zimmer einrichten möchte, wohin er einen Schreibtisch und wohin sein Bett stellen möchte. Dennoch geht er heute erst einmal wieder zurück auf die Straße… und schläft, bis er ein Bett hat, erstmal noch im Pik Ass.

„Ich werde trotz allem nie vergessen können, wo ich herkomme“, so Uwe entschlossen… und das wäre wohl nach 20 Jahren auch einfach zu viel verlangt. Jetzt hoffe ich sehr, dass Uwe die Decke nicht auf den Kopf fällt und er es schaffen kann, den Um- und Aufstieg in den siebten Stock auch wirklich zu genießen – und zu leben. Obdachlos ist er nun nicht mehr. Und eines ist sicher: Hier oben kann gewiss keiner mehr auf ihn herab schauen 🙂

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Das Nötigste zum Leben – Sachspenden gefragt!

Liebe Unterstützer!

Was man so braucht...

Was man so braucht...

Wie die meisten von Euch inzwischen mitbekommen haben werden, ist Uwe ab 26.08.2009 stolzer Bewohner einer eigenen Wohnung, denn am Vormittag des nächsten Mittwochs ist bereits die Schlüsselübergabe zu seinen eigenen vier Wänden. Lange Rede, kurzer Sinn: Damit Uwe dort auch wirklich einziehen kann, müssen wir alle noch einmal mit anpacken. Der Start wird für Uwe, wie er selbst sagt, vor allem der psychischen Umstellung halber, schon eine Herausforderung. Wenn man plötzlich in den eigenen vier Wänden aufwacht…nach 20 Jahren… nun gut, aber ich bin nicht hier, um darüber zu sinieren, sondern, mit einer ganz konkreten Bitte:

Uwe benötigt allerhand Einrichtungsgegenstände, Möbel, Kleinkram, schlicht: Startausrüstung!
Vom Amt bekommt Uwe dafür einen kleinen finanziellen Zuschuss, den er aber nach Möglichkeit schonend behandeln möchte. Und seien wir ehrlich: Jeder von uns, der schon einmal selbst umgezogen ist oder sich in den Keller getraut hat, weiß: Wir alle sammeln meist so unwahrscheinlich viel Hausrat an, dass wir vermutlich gerne etwas abgeben 🙂

Ganz konkret habe ich deshalb Uwe nach seinen Wünschen gefragt, die ich hiermit an Euch, sortiert nach Wohnbereich, weitergebe – und auf große Resonanz hoffe:

Bad

  • Spiegelschrank, wenn möglich mit Lampe & Anschluss
  • Vorlage für die Badewanne/Dusche (Frotteematte oder ähnliches)
  • Klobürste  (ähem, hier gerne eine frische 🙂

Küche

  • 2x Küchenschränke zum Aufhängen
  • Unterbauschrank / Arbeitsfläche (es gibt keinen Herd in der Wohnung, Uwe benötigt also elektronisch betriebene Herdplatten)
  • eventuell alten, aber gut funktionstüchtigen kleinen Kühlschrank
  • Deckenlampe
  • Töpfe /Pfannen
  • gern Geschirr, Tassen, Besteck
  • eine normale, aber betriebstüchtige Kaffeemaschine

Zimmer/Wohnbereich

  • Schreibtisch/Stuhl
  • Matratze oder Luftmatratze
  • Sofa oder Schlafsofa (was da ist, gern auch älter, kann man sich ja mit Tagesdecken schön machen)
  • kleines TV-Gerät?
  • Wohzimmertisch/Sofatisch/Beistelltisch (klein)
  • Deckenlampe
  • Schreibtischlampe/Stehlampe
  • Gaderobe für den Flur
  • Komode / Kleiderstange oder ähnliches

Wenn Euch sonst noch Dinge einfallen, sendet uns gerne eine eMail oder hinterlasst hier einen Kommentar.

Wir sind für jede Hife, wirklich JEDE Hilfe dankbar. Uwe freut sich derweil wie ein Schneekönig auf die Wohnung…wir zählen die Tage, Stunden, Minuten… und danken Euch allen schon jetzt, für die Begleitung und Unterstützung auf dem Weg hier her und ab hier in die Zukunft…

Wer Uwe die jeweilige Sachspende für die Wohnung persönlich vorbeibringen möchte: Gerne! Es sei bemerkt: Der Ausblick lohnt sich wirklich 😉

Wenige Sekunden nach dem Posten dieses Eintrags erhielt ich schon einen Anruf mit den ersten Hilfsangeboten, stark. Hier noch ein Hinweis, auf den mich der Anrufer aufmerksam machte: Die Wohnung befindet sich in der Nähe der S-Bahn Rübenkamp,  nähe Stadtpark, also nicht allzu weit weg. Nur für den Fall, dass Ihr Euch darüber Gedanken macht… ansonsten: gern einfach bei mir nachfragen.

Euer Ole

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Willkommen zu Hause, Uwe!

Es ist soweit. Uwe hat es geschafft. Nach 21 Jahren seit seiner letzten Wohnung, damals in Hamburg Veddel, ist Uwe ab 1.9. wieder Mieter einer eigenen kleinen Wohnung. Rund 7 Monate nach unserem Treffen und auf den dritten Anlauf hin.
Obwohl ich wirklich gerne blogge, fehlen mir im Moment einfach noch die Worte. Das muss jetzt erstmal sacken und das darf es auch.

Also Leute, gebt acht, solltet Ihr künftig von Uwe berichten: Er ist nun nicht mehr Obdachlos und nicht mehr Wohnunglos.  Er ist einer von uns, wie eigentlich immer schon.

Hier für Euch Uwe’s Worte, nachdem er seinen Mietvertrag heute morgen gegen 10.15 Uhr unterschrieben hat:

Auf dem Ordner steht: Willkommen zu Hause.

Ja, willkommen zu Hause, Uwe. Alles, alles Gute.

Ole

Aktion Uwe ab sofort auf Helpedia –
bitte spendet über dieses Tool! Danke!

Vodpod videos no longer available.

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Die Zukunft ist ja ohnehin kontingent

Ein wenig mehr als sechs Monate sind jetzt seit Beginn der Aktion-Uwe verstrichen. Sechs Monate, in denen sich mindestens zwei Menschenleben parallel radikal gewandelt haben.

Manches Mal musste ich während dieser Zeit geradezu an all die Dinge erinnert werden, die passiert sind – von außen, von anderen. Reflektiere ich dann über meine eigene Wahrnehmung dieser Zeit, ähnelt es dem Tunnelblick, den man in einer langen Prüfungsphase annimmt, um sich bloß nicht ablenken zu lassen. Das mag paradox klingen angesichts der Tatsache, dass ich mich von meinem Studium durch Aktion-Uwe bisweilen durchaus habe ablenken lassen, aber dennoch trifft es zu.

Uwe mit Bartschneider

Für die Wohnungsbesichtigung hat sich Uwe den Bart rasiert. Hier noch in voller Haarpracht.

Ab einem gewissen Punkt nimmt man die vielen Ereignisse nur noch durch eine Art Filter war, als wolle man sich vorab vor einer möglichen Reizüberflutung schützen. Jedes Treffen mit Uwe, jedes Gespräch, jeder Gedanke, jedes Schreiben an die nächste Behörde, jedes Fotoshooting mit der Presse, jeder Moment der Frustration und jede Preisverleihung: All das kostet unheimlich viel Kraft – und wird doch im gleichen Moment aufgefangen durch das, was da am Entstehen ist, durch die Begegnung, die Freundschaft, die menschliche Energie, die auch Uwe innewohnt.

Heute dann fällt alles von mir. Auf einen Schlag. Ich möchte laut rausschreien, durch Hamburg rennen. Mich bei allen bedanken, die so lange geblieben sind, gleich, ob auf diesem Blog hier oder einfach nur mental. Alle umarmen. Und mich doch am liebsten einfach nur zurückziehen, in mich gehen und erstmal: Begreifen.

Heute, 14:45 Uhr, mit leichter Verspätung: Uwe und ich treffen in Steilshoop ein, um gemeinsam die erste Wohnung anzusehen, die Uwe seit rund 15 Jahren besichtigt hat. 15 Jahre. Es ist seit Ende Januar unser dritter Anlauf und das insgesamt vierte konkrete Wohnungsangebot, das Uwe erhält. Dieses Mal haben wir die freundliche Unterstützung eines SAGA-Mitarbeiters, der schon bei unserem Beratungsgespräch mit Uwe einen besonders engagierten Eindruck hinterlassen hatte und sich ganz offensichtlich wirklich für Uwe einsetzt. Er begrüßt uns gemeinsam mit dem Hauswart der Wohnung, die Anfang August frei geworden ist.

Etwas aufgeregt und von der Eile noch ganz verschwitzt zwängen sich Uwe und ich mit den beiden Herren in den Aufzug und fahren in den siebten Stock. Dort dann: Die Überraschung. Uwe und ich betreten eine kleine, aber feine Einzimmer-Wohnung und blicken vom Balkon direkt hinaus auf den Hamburger Stadtpark, den Fernsehturm dahinter und ganz weit draußen: Die Landungsbrücken und den Hafen.

Uwe ist ganz gefasst, legt eine Hand in die andere und sagt, beinahe nüchtern: „Da kann man echt nichts sagen. Hier ist es wirklich schön.“ Gleich morgen will er sich um die formellen Angelegenheiten kümmern, damit es dieses Mal auch klappen kann. Beide SAGA-Mitarbeiter nicken Uwe bestätigend und ermutigend zu, fast wie ein nonverbales Schulterklopfen. Wir geben uns noch einmal rund um die Hand und sind auch schon fertig – für heute.

Draußen wieder angekommen beginnen wir beide erst zu realisieren, was da gerade passiert ist. Eine Wohnung. Vielleicht sehr bald seine Wohnung. Uwe schaut mich an und sagt: „Wenn Sie Hamburg mal von oben sehen wollen, so richtig schön, kommen Sie, kommen Sie Uwe Schneider besuchen für einen Rundgang. Nur 7 Euro Eintritt.“ Ein paar Meter weiter streckt er plötzlich die Hand aus, ballt sie zur Faust und sagt in Siegerlauner „Yes, der zweite Streich! So, was kommt als nächstes? Ach und Ole, sag mal: War ich vielleicht etwas zu trocken gerade? Nicht, dass die denken, ich wäre nicht interessiert“. Uwe ist Rückschläge gewohnt, Fortschritte nimmt er zunächst so gelassen zur Kenntnis, als wolle er sich selbst den nächst möglichen Rückschlag erleichtern.

Wir wissen beide, dass dies nur einer von vielen kleinen Mosaiksteinchen im Leben von Uwe ist. Und dennoch ist es ein vergleichsweise großes Steinchen, eines, das Uwe seit vielen Jahren nicht alleine bewältigen konnte, eines, das binnen sechs Monaten nun endlich in greifbare Nähe gerückt ist. Und eines, das für Uwe viele andere Implikationen mit sich bringt. Womöglich einen eigenen Kühlschrank, günstigeres Essen, ruhigere Nächte, eine eigene Anschrift, eine neue Identität, ein ganz anderes Umfeld und die Möglichkeit, Freunde zu sich einzuladen, zum Kochen zum Beispiel. „Wenn ich eingezogen bin, werde ich gewiss noch etwas Zeit brauchen, mich an die neue Situation zu gewöhnen.“ Die sollst du haben, lieber Uwe.

Noch vor zwei Wochen haben wir nicht mehr damit gerechnet, dass es so schnell gehen kann. Ich habe angefangen, an uns zu zweifeln – und dann zurück gedacht an eine E-Mail eines Soziologie-Professors von mir, der für Uwe 100 Euro spendete mit den Worten: „..gute Idee, wenn auch schwierig und mit dem Risiko des Scheiterns verbunden. Aber da die Zukunft ja ohnehin kontingent ist…

Recht hat er.

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…und täglich grüßt das Wohnungstier…

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Auch Hamburg hat harsche Seiten...

Der Einstieg in einen neuen Blog-Artikel ist für mich immer am schwierigsten. Wie überhaupt aller Anfang offenbar schwer ist, vor allem jener zurück in ein geregeltes Leben mit eigenem Dach über dem Kopf.

Heute haben Uwe und ich abermals einen Versuch gestartet. Wir zählen mit: Anlauf Nummer drei. Kurzer Rückblick: Nach dem Artikel im Hamburger Abendblatt hatte sich der Pressechef der SAGA/GWG persönlich bei mir gemeldet und seine Hilfe in der Sache angeboten. Im Artikel hatte es geheißen, es könne bis zu drei Monaten oder mehr dauern, bis die SAGA einem Menschen in Uwe’s Situation auch tatsächlich eine Wohnung vermitteln könne. Protest wurde laut: „Das kriegen wir auch schneller hin“. Wer auf das Datum des Artikels achtet, sieht schnell: Stand heute sind mehr als vier Monate vergangen. Uwe hat noch immer keine Wohnung.

Um nicht pauschal über die SAGA herzuziehen, denn das ist ausdrücklich nicht mein Anliegen, muss dazu gesagt werden: Uwe hatte beim ersten Versuch zwei Wohnungsangebote erhalten, sich auf eines davon beworben und dann unter vielen Mitbewerbern nicht den Zuschlag erhalten. Er selbst war von einem Rückruf auch bei Absage ausgegangen, tatsächlich aber erhält man diesen wohl nur, wenn man auch den Zuschlag erhalten hat.

Der zweite Anlauf folgte dann vor wenigen Wochen. Zunächst ein Anruf bei der zuständigen Dame in Billstedt, dann Vermittlung an den zuständigen Hauswart, der uns um eine Woche vertrösten musste, danach mehrere Nachrichten auf dessen Mailbox…und: Wieder nichts.

Heute folgte dann endlich ein Termin mit einem menschlichen Ansprechpartner, ein netter Mitarbeiter in der Filiale Wandsbek Markt, der sich für Uwe und mich Zeit genommen hat und Uwe noch einmal persönlich kennenlernen will. Wie es ausgeht, ist ungewiss. Zunächst etwas Aufregung und Stress, denn Uwe hat heute sein Polamidon noch nicht genommen und kämpft einmal mehr mit seiner eigenen Verfassung, die er selbst liebevoll als „kiebitzig“ bezeichnet.

Der Mitarbeiter von der SAGA stellt schnell klar: Auch er kann uns nichts versprechen, wenngleich der Kontakt über eine Freundin von mir vermittelt wurde und er sich nach bestem Wissen und Gewissen bemühen will. 17.000 Menschen stehen offenbar in der Datenbank der SAGA als wohnungssuchend, jeder dritte an seinem eigenen Schreibtisch sein in einer ähnlichen Lage wie Uwe oder suche, so der Mitarbeiter, zumindest nach einer ähnlichen Bleibe: Ein Zimmer und förderungswürdig im Rahmen der Vorgaben der Stadt. Das bedeutet übersetzt: 5000-6000 Menschen in Hamburg konkurrieren alleine nach Auskunft des SAGA-Computers mit Uwe um eine Wohnung.

Jetzt wundert mich nichts mehr. Nicht, dass Uwe vermutlich noch länger warten muss. Und auch nicht, dass Uwe es zuvor alleine nicht geschafft hat…Uwe schenkt mir nur einen langen, wissenden Blick, als wolle er sagen: „Siehste, hab ich’s doch gleich gesagt“. Mich haut es für einen Moment um – einfach, weil mir meine Naivität und Gutgläubigkeit wieder bewusst wird.

… die Überraschung folgt dann erst auf dem Weg nach draußen, als an Uwe und mir fast unentdeckt ein netter Mann mit Schnäuzer vorbeihuscht und uns zuruft: „Kommt raus, ich hab da einen kleinen Tipp für Euch, wenn Ihr mögt.“

Draußen dann wird schnell klar: Der liebe Herr war selbst bis heute obdachlos und hat gerade heute, in dieser Stunde, seinen Mietvertrag unterschrieben. Bis heute hat auch er in einer Notunterkunft übernachtet. Er lässt uns wissen, dass es wohl neben dem Dringlichkeitsschein noch einen weiteren Schein für Menschen in Not gibt, von dem aber selbst bei den entsprechenden Ämtern offenbar nicht jeder weiß…. und, ganz unter Betroffenen dreht er sich zu Uwe und sagt: „Junge, man muss sich heute auch verkaufen können, zusehen, dass man einen guten Eindruck macht.“ Er zückt seinen Perso, zeigt ihn mir und sagt: „Schau hier, ich hab auch mal so ausgesehen.“ Uwe klopft er auf die Schulter, wünscht ihm alles Gute und zieht von dannen…

…eine Wohnung für Uwe gibt es also noch nicht… aber doch Zuspruch, nicht nur von Bloggern und Spendern, sondern auch anderen Menschen, die bis vor kurzem noch in derselben Situation waren wie er. Traurig aber, dass man solche Informationen nur als „Geheimtipp“ auf der Treppe vorm Büro erfährt. Sollte so etwas nicht bekannt sein?

Zu Hause dann eine weitere Botschaft: Eine liebe Antwortmail von einem Café in Hamburg, das sich bereit erklärt, mit Uwe einmal über eine mögliche Kooperation zu sprechen. Zwar sei der Geschäftsführer gerade verreist, die Grundbereitschaft aber ist da… das freut mich…. und spendet wieder ein bißchen Zuversicht nach diesem langen und auch seelisch verregneten Tag…

Der Mitarbeiter der SAGA will uns indes zum Monatswechsel bescheid geben und ist zuversichtlich, dass bei den vielen Kündigungen zu Ende Juli / Anfang August womöglich etwas dabei sein könnte. Wenn das Angebot dann allerdings wieder an mehr als 100 Bewerber rausgeht, bleibt es kritisch für Uwe. Er sieht das ganz gelassen: „Jetzt kommt es darauf auch nicht mehr an. Ich kann auch noch ein paar Monate im Pico bleiben… und wenn ich mich zu sehr unter Druck setze, geht es doch nur wieder schief“…

Wie ich das sehe? Puuh…ehrlich: Fragt mich was leichteres.

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